Ein Langzeitprojekt mit jede Menge Zufälligem, viel kreativem Freiraum, aber auch der lokalen Beschränkung. Es gibt kaum eine Vorgabe. Eine Koordinate pro Monat und ein kleiner Spielraum bzgl des Wirkumgsradius, in dem man sich bewegen sollte.
Die erste Koordinate: Walter-Klingenbeck-Weg an der Uni.
Ein unscheinbarer Pfad der Kaulbachstr und Ludwigstr verbindet. Ein leerer Parkplatz, ein unscheinbares Wohnhaus, abblätterndes Mauerwerk. Die Blicke scheitern an Begrenzungen und entdecken den Himmel. Ähnlich die Bäume, die sich nach oben recken und darunter Wandelnde den Durchgang gewähren.
Beim Bearbeiten der Fotos kommen erste gestalterische Ideen. Ineinanderweben der Blicke.
Der Weg gibt nicht viel her. Ein Durchgang ohne verweilen. Der Blick nach unten gerichtet, Asphalt und Kies, etwas Erde. Wenn Durchgang, dann ohne Erinnerung, alles flüchtig. Hier ist man allein, kein Kind. Die eine Seite durch eine Mauer abgegrenzt, die andere ein Parkplatz. Die Äste greifen in den Himmel, suchen nach Freiheit, knorrig alt und nach oben hin mit ausladender Krone. Fluchtpunkte des Blicks suchen den Ausgang, den Übergang, zaudern einen Moment. Wo wollte man noch einmal hin? Wo kam man her? Das Blättermeer auf den Garagendächern ruht, modert vor sich hin. Ein Efeu strebt dem Licht entgegen. Der Blick, noch einmal, spürt die Grenze, sieht nur mit Tunnelblick. Der Durchquerer sieht sich schon auf der Ludwigstraße.
Die zweite Begegnung mit dem Ort war weniger spektakulär, als vermutet. Zwar ist es, als begrüße man einen alten Bekannten, doch sucht man vergeblich nach besonderen Motiven.Mittelpol-expl4re1-3

Advertisements