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Morgen, am 25.7.2015, findet die Eröffnungsfeier des Luise-Kiesselbach-Tunnels statt. Eigentlich heißt er ja Südwest-Tunnel, jenes beeindruckende Bauwerk, was ab Montag rund 120000 Autos in den Untergrund verbannt – und das täglich.

Damit ist der Luise-Kiesselbach-Platz einer der verkehrsreichsten Plätze Europas und bald dazu im Vergleich der stillste Ort mit einem solchen Verkehrsaufkommen.

Das dieses Projekt tatsächlich nun bald ein Ende findet, ist schon beeindruckend. Gefühlt ist diese Baustelle schon immer da gewesen, wobei eher die Staus, oder die überraschende Freude, nur Minuten für den üblichen Staubereich benötigt zu haben, zu diesem Gefühl und zu dieser bald sentimentalen Erinnerung beitragen.

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Nun also ein freudiger Abschluss, der nicht nur die Herzen der Durchfahrenden beglückt, sondern vielmehr derer der Anwohner. Endlich lässt sich der öffentliche Raum nutzen, lassen sich Visionen einer begrünten Parklandschaft realisieren. Freilich sind auch danach Interessenlagen abzuwägen, aber am Ende redet man doch von einer besser gestaltbaren Zukunft.

Einen Vormittag haben wir noch einmal dem Zustand mit unseren Fotogeräten nachgespürt, der sich nicht nur faktisch verändern wird, sondern der auch aus den Erinnerungen verschwinden wird. Sehr schnell wird man sich an das Neue, Schöne gewöhnen und nur in Erzählungen wird man sein Gedächtnis bemühen und feststellen, dass man nie die größte Baustelle Münchens fotografiert hat. Zu abwegig, warum sollte man von hässlichen Fahrstreifen, Autokolonnen, überklebten oder aufgerissenen Asphaltdecken Aufnahmen machen?

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Wir waren überrascht über die vielen Motive, die seltsame Ästhetik des Eingezäunten, der Versuch einer Staubewältigung, das Angebot an Straßenführungen in kurvenreicher Vielfalt.

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Zur Tunneleröffnung gibt es nun eine Fotoausstellung vor Ort: Mehr unter http://www.luise.le4el.de
Flyer Luise 002_29.06.
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